massenkristalle


2005 hatte ich für sechs Monate das Residenzstipendium des Landkreises Helmstedt für zeitgenössische Kunst im Kloster St. Marienberg in Helmstedt inne. In dieser Zeit sind mehrere ortsbezogenen Arbeiten entstanden.


Helmstedt ist eine Kleinstadt nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Das Kloster St. Marienberg stammt aus dem 12. Jahrhundert und beherbergt Werkstätten für Paramentik und für Textilrestaurierung.



"Als Massenkristalle bezeichne ich kleine, rigide Gruppen von Menschen, fest abgegrenzt und von großer Beständigkeit, die dazu dienen, Massen auszulösen. Es ist wichtig, dass diese Gruppen überschaubar sind, dass man sie mit einem Blick umfasst. Auf ihre Einheit kommt es viel mehr an als auf ihre Größe. ... Seine Angehörigen sind auf ihre Verrichtung oder Gesinnung eingeübt. Sie können verteilte Funktionen haben wie in einem Orchester, aber es ist wichtig, dass sie als Ganzes in Erscheinung treten. ...selbst wenn sie einzeln auftreten, denkt man immer an die feste Einheit, in die sie gehören, das Kloster oder die Truppenabteilung. ... Aber am Kristall ist alles Grenze; jeder einzelne, der dazugehört, ist als Grenze konstituiert."


Elias Canetti, Masse und Macht, Frankfurt a. M., 1994 (zuerst 1960), S. 79 f


o.T. (Fadenzeichnung)


o.T. (Ritzzeichnungen)


Helmstedter Nachrichten 01.07. - 31.12.2005


Kunststipendium des Landkreises Helmstedt


Die Amtssprache ist deutsch


o.T. (Schattenzeichnungen)


Einzelausstellung und Katalog anlässlich des Residenzstipendiums im Kloster St. Marienberg, Helmstedt, 2006


Katalogtext von Dr. Ilaria Hoppe


Prof. Inge Mahn Eröffnungsrede zu Massenkristalle