identitäten (basierend auf der theoretischen Diplomarbeit "Beobachtungen zwischen Körper und Kleid", 2003)


Auszug:


"Kleidung wird jedoch nicht nur auf der Symbolebene, sondern sinnlich am eigenen Leib erlebt. (...) Kleidung bindet das Individuum körperlich in gesellschaftliche Rhythmen und Operationsketten ein. Die sozialisierten Rhythmen betreffen die Gestik, Blickvermeidungen, die Art wie man isst, spricht, liebt, flucht, lacht, sich bewegt. (...) Pierre Bordieu schreibt: “Was der Leib gelernt hat, das besitzt man nicht wie ein wiederbetrachtbares Wissen, sondern das ist man."


(...) die körperliche Konditionierung (...) führt zu Wahrnehmungs- und Verhaltensstrukturen, die den ganzen Leib und das ganze Empfinden betreffen und die man nicht, wie Kleidung, wechseln kann. Wir können um uns selbst nicht herumgehen und niemand kann sagen, was und wie er ist, von überall her gesehen."


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